FAQs – häufig gestellte Fragen

Der Unitymedia Speedtest zeigt zu niedrige Werte. Woran kann das liegen?

Geringfügige Schwankungen sind normal

Generell sind geringfügige Schwankungen in der erreichbaren Geschwindigkeit bei einem Speedtest normal. Das Ergebnis des Speedtests ist von vielen Faktoren abhängig, die ihn beeinflussen können. Darunter fallen zum Beispiel:

  • die Länge der Anschlussleitung (typisch bei Internet über DSL)
  • wie viele Nutzer zeitgleich die Leitung nutzen (typisch bei Internet über Mobilfunk und Kabel)
  • ob Sie WLAN nutzen
  • welchen Einfluss paralleler Datenverkehr und Prozesse haben
  • welche Hard- und Software Ausstattung Sie haben.

Deswegen sollten Sie einen Speedtest immer wiederholen und zu unterschiedlichen Tageszeiten und an mindestens drei unterschiedlichen Tagen durchführen.
Quelle: BNetzA

Bitte beachten Sie die von Unitymedia an die Bundesnetzagentur gemeldeten Minimalwerte für Ihren jeweiligen Tarif. Diese finden Sie ab Anfang 2016 auf dem Beiblatt, das Sie zusammen mit Ihrem Vertrag erhalten haben oder auch im offiziellen Speedtest der Behörde unter https://breitbandmessung.de/. Diese Werte bewegen sich zwischen 50% bis 80% der maximalen Bandbreite je nach Produkt.


Messergebnisse beurteilen

Gerne helfen wir Ihnen dabei, die Ergebnisse Ihres Speedtests zu beurteilen. Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine Orientierung zur kurzzeitig möglichen Verminderung Ihrer maximalen Bandbreite.

Beispiel: Wenn Sie den Tarif mit bis zu 100 Mbit haben und ein 4DS-Ch. DOCSIS 3.0 Modem (zum Beispiel Fritzbox 6360) ist eine Verminderung auf bis 40 Mbit kurzzeitig möglich.

HINWEIS: Im Gegensatz zur dauerhaften Verminderung der maximalen Bandbreite bei der DSL-Technologie, ist die Verminderung der maximalen Bandbreite bei der COAX-Glasfaser-Technologie, wie Sie bei einem Kabelanschluss zum Einsatz kommt, nur kurzzeitig.

Wie sehr eine kurzzeitige Verminderung der maximalen Bandbreite Sie betreffen kann, hängt vor allem von Ihrer gebuchten maximalen Bandbreite und Ihrem Modem ab. Dabei sind ältere DOCSIS-Modems anfälliger für Schwankungen.


Die Messung über Ethernet-Kabel (LAN)

Die volle Leistung erreichen Sie beim Speedtest nur bei einer Verbindung über das Ethernet-Kabel (LAN). Wenn Sie ein Funknetz (WLAN) oder einen anderen Router verwenden, verbinden Sie Ihren Computer für einen Speedtest vorübergehend mit dem Kabelmodem per Netzwerkkabel. Beachten Sie dabei, dass die Netzwerkkarte Ihres Computers für Gigabit-Übertragung geeignet und konfiguriert sein muss.

Hinweis für Fritzbox-Kunden: Nutzen Sie für die Messung den LAN-Anschluss 1, da die anderen Anschlüsse ab Werk nur mit Fast-Ethernet laufen (Green Mode).

Funknetze (WLAN) und Powerline (dLAN) im Allgemeinen, aber auch alte Fast-Ethernet Komponenten in Ihrem Ethernet-Netzwerk (LAN) können die Bandbreite, mit der Sie surfen, erheblich reduzieren. Auch aktuelle Geräte und Router bieten teils nur Ethernet-Ports ohne Gigabit-Datendurchsatz. Das heißt, Ihr Netzwerk lässt eventuell weniger Bandbreite zu, als das Kabelmodem eigentlich anliefert.

Die Messung über WLAN

Generell ist ein Speedtest über Ihr WLAN nicht aussagekräftig. Die gemessene Bandbreite hängt stark von Ihrem Router und der Signalstärke ab. Deswegen empfehlen wir eine Messung über Ethernet-Kabel (LAN) (s.o.).


Voraussetzungen überprüfen

Eventuell sind die korrekten Voraussetzungen bei Ihrer Hardware und/oder Software für einen Speedtest nicht gegeben. Diese herauszufinden, ist ganz leicht.


Anforderungen für PC oder MAC:

  • Aktueller Browser mit aktueller Flash-Browsererweiterung
  • Mindestens Dual-Core CPU mit 2 GHz und mindestens 2 GB RAM
  • Gigabit-Netzwerkkarte, bei gebuchter Internetgeschwindigkeit über 95 Mbit/s

Der Speedtest beeinflusst die Geschwindigkeit der Prozessoren (CPU) stark.

  • Beobachten Sie während des Speedtests die CPU- Auslastung im Task Manager. Geht die CPU-Auslastung über 80%, kann dies zu einem abweichenden/ fehlerhaften Resultat führen.
  • Sicherheitssoftware wie Antiviren-Programme und Firewall-Software kontrollieren/manipulieren den Datenverkehr. Diese Software sollten Sie während des Tests abschalten. Da dies nicht ungefährlich ist, empfehlen wir für den Test die Nutzung einer "Live-CD". Das heißt, Sie starten den PC komplett von einer CD, sodass ein Viren- oder Trojaner-Befall Ihres eigentlichen Betriebssystems nicht möglich ist.


Bei Messung mit einem Laptop

Bei Nutzung eines Laptops nur mit angeschlossenem Netzteil messen. Im Akkubetrieb kann das Energiespar-Management des Betriebssystems eingreifen. Es reduziert unter anderem auch die Leistung der genutzten Netzwerkkarte zugunsten einer erhöhten Akkulaufzeit.


Bei Einsatz einer Fritzbox:

  • Bei Nutzung der Fritzbox sollten Sie nur an LAN1 messen. Nur der LAN1 hat ab Werk Gigabit eingeschaltet (Power-Mode). LAN 2-4 laufen hingegen, wenn nichts verändert wurde, (Werkseinstellung), mit dem in der Leistung reduzierten Green-Mode.
  • Bei Verwendung eines VPNs auf der Fritzbox sollte das VPN für die Messungen deaktiviert werden.
  • Bei Verwendung eines IPv6-Tunnels (6to4 beziehungsweise SixXS) auf den von Unitymedia gelieferten Fritzbox-Modellen 6320, 6320v2, 6360, 6340, 6490 sollte dieser für die Messungen deaktiviert werden.

 

Sollten Sie trotz Erfüllen aller Voraussetzungen nicht die von Ihnen erworbene Geschwindigkeit erreichen, helfen wir Ihnen gerne hier weiter:

> Mehr Informationen zur Optimierung Ihres WLAN
Loggen Sie sich ein und nutzen den Unitymedia Störungs-Helfer

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